Autorenlesung

Max und Moritz in weiß-blau

Dr. Hans Göttler liest die Streiche der beiden „Batzis“
an der Grundschule Schönau auf Bayrisch vor.

Kurz nachdem Hans Göttler in der Bücherei Schönau einige Erwachsene mit seinen launigen bayrischen Geschichten vom Ponzauner Wigg unterhalten hatte, stattete er auch der Grundschule Schönau einen Besuch ab.
Die Schulleiterin Sonja Baumgartner und ihre Stellvertreterin Christine Stömmer „outeten“ sich als ehemalige Studentinnen und der Dozent für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Passau freute sich über das Wiedersehen.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Dr. Hans Göttler damit, niederbayrische Literatur zu sammeln und herauszugeben. Er ist aber auch selbst als Schriftsteller tätig und gehört zu dem erlesenen Kreis der „Münchner Turmschreiber“.
Für die Grundschüler brachte Dr. Hans Göttler jedoch etwas ganz anderes mit: Vor einigen Jahren hatte er sich die Mühe gemacht, den von Wilhelm Busch verfassten Klassiker „Max und Moritz“ ins Niederbayrische zu übersetzen. „Max und Moritz in weiß-blau“ heißt das Buch, das auch im Handel erhältlich ist. Über „siem Dratzereien“ las Dr. Hans Göttler auf Bayrisch vor und erläuterte manche Stellen für die Zuhörer. Die Geschichte bekommt in der Mundart einen ganz anderen Klang und eine eigene Charakteristik. Die bekannten Streiche von den geklauten Hühnern, der angesägten Brücke, der explodierenden Lehrerpfeife oder den Maikäfern im Bett bereiteten den Kindern viel Spaß, zumal die Reime durch die Bilder aus dem Original optisch unterstützt wurden. Über das Ende waren die Schülerinnen und Schüler allerdings schon ein klein wenig schockiert und gerade die jüngeren Schüler mussten sich vergewissern, dass das nicht „in echt“ passiert, sondern nur eine Geschichte ist.
Nach zwei Schulstunden, die durch die gute Unterhaltung wie im Flug vergangen sind, verabschiedete sich Dr. Hans Göttler wieder von den Schulkindern und dem Kollegium. Die Rektorin Sonja Baumgartner bedankte sich für die humorvolle Lesung mit dem Honorar (zur Hälfte gefördert vom Elternbeirat) und einer guten Flasche Rotwein.

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(Text und Fotos: S. Baumgartner)